Zeitdokument

Die Mutter der Schwulen und Lesben in der Schweiz (Anna Vock,1885-1962)



Minderheiten und Bewegungen sind meistens geprägt von Persönlichkeiten, die sich nicht unterkriegen lassen und Anderen etwas vormachen, was für sie selbstverständlich ist. In der Schweiz waren dies Heinrich Hössli (1784-1864, Glarus), ein (Kopf-) Putzmacher, Tuchhändler und letztlich noch Schriftsteller, sowie Anna Vock, liebevoll genannt "Mammina". Sie war eine einfache, geradlinige und ausserordentlich mutige Frau von enormer Schaffenskraft. Mit diesen Worten wird sie von Ernst Ostertag in "schwulengeschichte.ch" beschrieben.
"Sie liess sich immer mit Fräulein ansprechen und bestand darauf, denn das ist ein Ehrentitel, der besagt, dass ich ganz ohne Ehemann durchs Leben gekommen bin." Sie war wirklich die Mutter der Bewegung und blieb dem späteren KREIS verbunden bis zu ihrem Tod.

Ein Nachruf von Rolf erschien im KREIS vom Januar 1963, daher stiess ich erst dort darauf. In meinem Archiv habe ich eine Kopie der ersten Nummer ihrer Zeitschrift, sowie einer späteren, "richtig gedruckten" Nummer. Ich fand diese bei Recherchen für mein Blatt "gay Basel" im Staatsarchiv Basel im Jahr 1983.

Ich habe als Dokumente Titel des "Freundschaftsbanners" eingescannt und am Schluss einen Titel des neuesten Magazins "Mannschaft" angefügt. So kann jedeR sich einen Eindruck von diesen Zeiten gegenüber heute verschaffen. Peter Thommen_63, Schwulenaktivist, Basel


Peter Thommen, Buchhändler, Basel

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Hintergrund

Peter Thommen betreibt an der Kleinbasler Rheingasse seit über 30 Jahren den Buchladen Arcados. Auf GayBasel publiziert er Zeitdokumente aus seinem umfangreichen Archiv.
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