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Buchtipp

Wenn sich im Westen die Identität öffnet

Wenn sich im Westen die Identität öffnet

Der Verlag "edition exil" in Wien beschreibt die Texte des Autors als "vom äusseren Rand der Gesellschaft". Dabei findet das Leben persischer Emigranten doch mitten in Wien und IN der Gesellschaft statt. Egal ob dies wahrgenommen wird...
Sina Tahayori (45) und Architekt von Beruf, hat Alltagstexte über schwules Leben geschrieben, die erst "ganz normal" daherkommen und dann irgendwie diese Wendung nehmen, die sie bei Heteropaaren niemals nehmen würden.
Eine der Geschichten endet mit der witzigen Frage: "Warum wollen Frauen ständig ihre schwulen Bekannten miteinander verkuppeln?"
Unerwartet auch das coming out vor seinem Vater, anlässlich der Tage, als die Mutter einfach verschwindet und die Familie sich einen Spalt breit gegenseitig öffnet. Der Vater erkundigt sich, ob der Liebhaber seines Sohnes auch brauchbar sei. Und der wieder antwortert, sein Lover habe Angst vor ihm. Und "mit einem Hauch voll Stolz" staunt der darüber...
Doch seine Geschichten zielen auch ins Märchenhafte oder Phantastische: Wenn ein Transvestit auftaucht - oder gar jemand vom iranischen Geheimdienst, vom Taxifahrer, der einen halbtoten Mann in seinem Wagen mitnimmt, und er in seine aufregende Biografie gerät. von Omid, der mit dem Tänzer Fabrice zusammenlebt, und sich in einen Tanzkurs einschreibt…

Sina Tahayori, orientextrem, 9 Erzählungen, edition exil 2011,

Für CHF CHF ca. 14.40 ist das Buch bei Arcados erhältlich.
ARCADOS, Rheingasse 67, Basel

Peter Thommen, Buchhändler, Basel

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